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25. Februar 2022 | 16:17 Uhr
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Reedereien warten Entwicklung im Ukraine-Krieg noch ab

Während der Kreuzfahrtkonzern NCL wegen des Konflikts Anläufe russischer Häfen für das laufende Jahr absagt, beobachten die europäischen Pendants noch die Lage. Bis zu einer Entscheidung, ob St. Petersburg und andere russische Häfen angelaufen würden, bitte man noch um etwas Geduld, heißt es.

St. Petersburg

St. Petersburg ist ein beliebter Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe

Man verfolge die Ereignisse in der Ukraine mit "Anteilnahme und Besorgnis", erklären Hapag-Lloyd Cruises und das Schwesterunternehmen TUI Cruises auf Anfrage von Reise vor9. Ähnlich äußern sich auch Costa und MSC. Doch während die NCL-Marken Norwegian Cruise Line, Regent Seven Seas Cruises and Oceania Cruises bereits dabei sind, auf den Ostsee-Reisen Ersatzhäfen für die russischen Anlaufpunkte unter Dach und Fach zu bringen, haben die anderen diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen.

"Wir beobachten die Situation aufmerksam und bewerten die Fahrpläne unserer ab Mai geplanten Kreuzfahrten mit Anläufen in St. Petersburg und anderen Zielen in Russland kontinuierlich und individuell hinsichtlich der Entwicklung der Lage", teilt TUI Cruises mit. Von Hapag-Lloyd Cruises heißt es, man bitte "noch um etwas Geduld, bis wir die Lage auch hinsichtlich unserer geplanten Routen und möglicher Alternativen vollständig eruiert haben". MSC Cruises verweist darauf, dass man die Schiffe "kurzfristig zu anderen beliebten Zielen" umleiten könne, wenn die Sicherheitslage dies erfordere.

Von Aida Cruises liegt der Redaktion bislang keine Rückmeldung auf eine entsprechende Anfrage vor. Der US-Mutterkonzern Carnival hat jedoch schon auf Twitter angekündigt, die Routen in der kommenden Woche anzupassen, wenn alternative Häfen bestätigt seien.

Bei Costa, ebenfalls eine Carnival-Tochter, kümmert man sich unterdessen um Crew und Gäste aus der Ukraine. "Als Costa haben wir sofort Maßnahmen ergriffen, um uns um unsere Kollegen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit an Bord zu kümmern, und dasselbe gilt für einige Gäste, die aus diesem Land kommen und denen wir Hilfe leisten", heißt es in einem Statement.

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