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20. Juli 2026 | 13:19 Uhr
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Mailen

Ryanair-Gewinn sinkt im ersten Quartal um ein Drittel

Der Gewinn des Low-Cost-Carriers Ryanair nach Steuern ist in der Zeitspanne von April bis Juni um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro gesunken. Zwar stieg die Passagierzahl um sechs Prozent auf 61,3 Millionen, doch niedrigere Ticketpreise und stark verteuertes, nicht abgesichertes Kerosin belasteten das Ergebnis.

Ryanair

Niedrigere Ticketpreise und höhere Kosten drücken den Gewinn von Ryanair

Der Umsatz legte im ersten Quartal des Ryanair-Geschäftsjahres bis Ende Juni um ein Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro zu. Die Betriebskosten stiegen dagegen um elf Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Die Auslastung blieb mit 94 Prozent stabil.

Die durchschnittlichen Ticketpreise sanken in dem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent. Ryanair-Chef Michael O’Leary nennt als Gründe die Zurückhaltung der Kunden infolge des Nahostkonflikts, Sorgen um die Kerosinversorgung in der EU, wirtschaftliche Unsicherheit und spätere Buchungen.

Kerosinpreis belastet Kosten

Ryanair hatte nach eigenen Angaben 80 Prozent des Treibstoffbedarfs abgesichert. Für die übrigen 20 Prozent verdoppelte sich der Preis im Quartal auf rund 150 Dollar je Barrel. Die zusätzlichen Erlöse aus Nebengeschäften stiegen auf 1,47 Milliarden Euro.

Auch für das weitere Geschäftsjahr 2026/27 seien 80 Prozent des Kerosins zu etwa 67 Dollar je Barrel abgesichert, versichert die Fluggesellschaft. Dennoch hingen die Kosten der kommenden Quartale stark vom Preis des nicht abgesicherten Anteils ab.

Sommerbuchungen kommen später

Für das laufende Sommerquartal erwartet Ryanair leicht niedrigere Ticketpreise als im Vorjahr. Die Nachfrage sei zwar stark, die Kunden buchten jedoch kurzfristiger. Dadurch hänge das Ergebnis des ersten Halbjahres besonders von den Buchungen im August und September ab. Eine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gibt die Airline weiterhin nicht ab.

Christian Schmicke

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