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6. Oktober 2021 | 08:47 Uhr
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TUI beschließt Kapitalerhöhung um über eine Milliarde Euro

Der Reisekonzern will mehr als 500 Millionen neue Aktien ausgeben und damit 1,1 Milliarden Euro Kapital erlösen. Dies haben Vorstand und Aufsichtsrat von TUI beschlossen. Mit dem frischen Geld sollen vor allem staatliche Kredite zurückgezahlt werden. Das Geschäft laufe indes wieder an, so Konzernchef Fritz Joussen (Foto).

Joussen Fritz

Fritz Joussen sieht TUI mit der Kapitalerhöhung auf dem Weg zurück zu alter Stärke

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Unter Einbeziehung der Erlöse aus der Kapitalerhöhung beliefen sich die finanziellen Mittel des TUI-Konzerns laut Vorstandsvorsitzenden Fritz Joussen auf 4.5 Milliarden Euro. "Mit der Kapitalerhöhung kommen wir unserem Ziel, die staatlichen Kredite zügig zurückzuführen, einen großen Schritt näher", so der Konzernchef.

Die Unifirm Limited der Familie Mordashov unterstütze die Strategie und habe sich als größter Aktionär der TUI verpflichtet, "alle auf ihre Beteiligung von 32 Prozent entfallenden Bezugsrechte auszuüben und die neuen Aktien entsprechend zu zeichnen", heißt es in einer Pressemitteilung. Der Rest der Kapitalerhöhung werde vollständig von Banken übernommen. 

"Wir wollen, wir können und werden zu wirtschaftlicher Stärke zurückfinden. Daran arbeiten wir mit ganzer Kraft", sagt TUI-Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen. "Die neue TUI wird schlanker, digitaler und effizienter. Aber sie wird weiter Standards im Tourismus setzen, bei Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit."

Starker Buchungsanstieg in den letzten Wochen

Für den noch laufenden Sommer verzeichnet der TUI-Konzern insgesamt 5,2 Millionen Buchungen. Das sei ein Anstieg von 1,1 Millionen Buchungen seit August, so Joussen. "Insbesondere in den letzten Wochen wurde ein starker Aufwärtstrend festgestellt, wobei die Buchungen insbesondere in Deutschland und den Niederlanden deutlich über dem Niveau des Sommers 19 liegen." Im Juli und August hätten mehr als 2,6 Millionen Kunden Urlaub mit der TUI gemacht, das seien doppelt so viele wie vor einem Jahr.

Für den Winter lägen die Buchungen bei 54 Prozent des Niveaus vom Winter 2018/19. Wegen der Öffnungen und steigender Impfquoten sei mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Die Winterkapazität plant die TUI aktuell zwischen 60 und 80 Prozent eines "normalisierten Programms". Bei den Langstreckenzielen geht der Konzern weiterhin von einer langsameren Erholung aus.

Die Buchungen für den Sommer 22 seien mit 1,6 Millionen in den Augen von TUI "sehr ermutigend". Angesichts des starken Nachholeffektes geht die TUI davon aus, dass sich das Volumen im Sommer wieder annähernd auf das Niveau des Sommers 2019 einpendeln wird. "Die Nachfrage ist da", so der Konzern. Wo immer staatliche Reisebeschränkungen aufgehoben sind, sehen wir sofort die schnelle Rückkehr des Geschäfts, Nachholeffekte und höhere Umsätze der Kunden für ihre Reisen."

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