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1. Oktober 2020 | 14:38 Uhr
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TUI-Chef plant Kapitalerhöhung – aber nicht jetzt

Nachdem der Reisekonzern am Dienstag mit der Zeichnung einer Optionsanleihe durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds eine weitere Hürde für das zweite Hilfspaket in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erfüllt hat, wird nun eine Kapitalerhöhung diskutiert. Wegen des schwachen Aktienkurses der TUI will sich CEO Fritz Joussen damit aber noch Zeit lassen.

"Ich denke, wir müssen im Hinblick auf Verkäufe oder eine Kapitalerhöhung etwas tun", zitiert die Nachrichtenagentur "Reuters" den TUI-Chef. "Über eine Kapitalerhöhung werden wir nachdenken, aber bei einem Aktienkurs von aktuell 3,20 Euro ist das praktisch unmöglich", fügte er hinzu. Die TUI-Aktie, die Ende November vergangenen Jahres noch bei 12,67 Euro notierte, war seit dem Beginn der Corona-Krise abgestürzt und büßte seit Anfang September nochmals deutlich an Wert ein.

In einer Pflichtmitteilung am Donnerstag hat die TUI AG eine Kapitalerhöhung allerdings angekündigt, um "ihre Bilanzstruktur und das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten zu optimieren". In der Meldung heißt es: "Zu den derzeit erwogenen Maßnahmen gehört auch eine kurz- oder mittelfristige Kapitalerhöhung, deren Volumen - wenn sie umgesetzt würde - aber sehr deutlich geringer als die in der Presse bisweilen genannten eine bis 1,5 Milliarden Euro ausfallen würde. Eine Entscheidung darüber, ob eine solche Maßnahme durchgeführt wird, ist noch nicht getroffen."

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