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10. Februar 2021 | 07:00 Uhr
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TUI fährt im ersten Quartal über 800 Millionen Verlust ein

Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahrs macht für den Reisekonzern noch wenig Hoffnung. Vom 1. Oktober bis 31. Dezember brach der Umsatz um 88 Prozent ein, beim einstigen Hoffnungsträger Kreuzfahrten um fast 100 Prozent. Unterm Strich stand ein Verlust von 813 Millionen Euro. TUI-Chef Friedrich Joussen (Foto) bleibt dennoch optimistisch.

Joussen Fritz

TUI-Chef Friedrich Joussen meldet 813 Millionen Verlust im ersten Quartal

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Das Veranstaltergeschäft in der Region Zentral, die größtenteils aus Deutschland besteht, ging im Vergleich zu den Vorjahresmonaten um 84 Prozent auf nur noch 213 Millionen Euro zurück. Die Wachstumsbringer der Vergangenheit, Kreuzfahrten und Ausflüge, litten besonders. Der Kreuzfahrtumsatz lag gerademal bei 600.000 Euro, was einen Rückgang um 99,7 Prozent bedeutet. Auch TUI Musement, das Segment für Freizeitaktivitäten und Ausflüge, brach um 95 Prozent auf 10,5 Millionen Euro ein.

Negatives Eigenkapital in der Bilanz

Der weltgrößte Touristikkonzern setzte in den ersten drei Monaten seines Geschäftsjahres gerademal 468 Millionen Euro um. Vor einem Jahr waren es noch 3,85 Milliarden. Unterm Strich schloss TUI das Quartal per Ende Dezember mit 813 Millionen Euro Verlust ab. Vor einem Jahr standen dort 105 Millionen Euro Minus. Bemerkenswert, dass auch das Eigenkapital ins Negative rutschte: Am 30. September standen noch 218 Millionen Eigenkapital in der Bilanz, drei Monate später minus 729 Millionen Euro.

Hoffnung auf Last-Minute-Bucher

Konzernchef Friedrich Joussen gibt sich dennoch optimistisch. Trotz der aktuellen Unsicherheiten sei die Nachfrage nach Sommerurlaub gut. TUI verzeichne insgesamt 2,8 Millionen Buchungen, was rund 56 Prozent der Buchungen für den Sommer 2019 entspreche. Die Durchschnittspreise lägen dabei 20 Prozent höher als für den Sommer 2019. „Für den Neustart des Tourismus in 2021 sind unsere Teams in den Reisebüros, bei den Veranstaltern sowie in den Hotel-, Flug- und Kreuzfahrtgesellschaften der TUI vorbereitet. Wie erwartet werden Kunden in diesem Jahr deutlich später ihren Sommerurlaub buchen als in normalen Jahren.“

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