TUI-Kunden buchen mit längerem Vorlauf
TUI startet mit einer deutlich verlängerten Vorausbuchungsfrist von 213 Tagen in den Sommer 2026. Griechenland rücke im Länderranking fast an Spanien heran, berichtet TUI-Deutschland-Chef Benjamin Jacobi (Foto). Laut einer Umfrage haben knapp 32 Prozent bereits gebucht, weitere 53 Prozent planen eine Reise.
TUI
Benjamin Jacobi ist mit dem Jahresstart zufrieden
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Für den Sommer 2026 setzt TUI klar auf Europa. Der Anteil der Europabuchungen liegt bei knapp 75 Prozent und ist damit weiter gestiegen. Griechenland entwickelt sich laut Jacobi zum wichtigsten Wachstumstreiber und rangiert im Ländervergleich nahezu gleichauf mit Spanien. Besonders gefragt seien Regionen wie Kreta, Rhodos und Kos, so der TUI-Deutschland-Chef.
Auch die Kanarischen Inseln verzeichnen Zuwächse. Zypern und Tunesien legten zu, Ägypten etabliere sich mit einem Plus auch im Sommer, erklärt der TUI-Manager. Bei den Autoreisezielen baut TUI das Italien-Portfolio um 70 Hotels aus. Urlaub im eigenen Land bleibe relevant, sagt Jacobi; rund 19 Prozent planten laut Umfrage eine Inlandsreise.
USA-Geschäft verhaltener
Auf der Fernstrecke führen die USA das Ranking auch in diesem Jahr an, gefolgt von Thailand, den Malediven, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Mauritius. Die Entwicklung in den USA verlaufe differenziert, so der TUI-Deutschland-Chef. Während sich die Gesamtdestination verhaltener zeige, verzeichneten Ziele wie Chicago, die Great Lakes Region, Hawaii und Reisen rund um Nationalparks Zuwächse.
Insgesamt entwickele sich insbesondere die östliche Fernstrecke dynamisch. Thailand liege vorn, auch Mauritius und die Seychellen legten zu.
Buchungen ziehen früh an
Die Vorausbuchungsfrist ist erneut gestiegen und liegt aktuell bei 213 Tagen, nach 205 Tagen im Vorjahr. Viele Familien hätten sich frühzeitig Kinderfestpreise gesichert, so der TUI-Deutschland-Chef. Gleichwohl: "Mehr als die Hälfte der Menschen hat die Urlaubspläne bereits im Kopf, aber noch nicht im Warenkorb. Hier liegt in den kommenden Wochen enormes Potenzial", sagt Jacobi.
Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges verzeichnete TUI erste Verschiebungen in der Nachfrage. Profiteure sind laut Jacobi das westliche Mittelmeer und die Kanaren. Insgesamt sei die Sommernachfrage in den vergangenen Tagen nicht zurückgegangen.
Christian Schmicke
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