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20. September 2019 | 12:00 Uhr
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TUI zerlegt Last-Minute-Anbieter Ltur

Kahlschlag beim Marktführer für Last-Minute-Reisen: TUI will bei ihrer Tochter rund 100 Stellen streichen und das Veranstaltergeschäft nach Hannover holen und selbst übernehmen. Ltur wird dann nur noch eine Reisebürokette mit Website.

Ltur Shop Darmstadt

Ltur-Shop in Darmstadt: Der Last-Minute-Anbieter wird zerschlagen, eigenständig bleibt nur die Vertriebsgesellschaft

"Ltur wird bis Ende 2022 rund 100 Stellen abbauen", heißt es in einer Pressemitteilung von TUI Deutschland. Die Produktion der Ltur-Reisen soll künftig "auf die Systemlandschaft der TUI Deutschland" migriert werden wird. Produktaufbau und Abverkaufskalkulation werde somit weitestgehend automatisiert erfolgen. "Im Zuge dessen wird Ltur eine Marke der TUI Deutschland."

Die Ltur GmbH soll am Standort Rastatt bei Baden-Baden als eigenständige Vertriebsgesellschaft erhalten bleiben. Sie steuert künftig die mehr als 140 Ltur-Shops und die Buchungsplattform Ltur.com.

Derzeit beschäftigt Ltur rund 430 Mitarbeiter. Der Umbau soll sozialverträglich geschehen, so TUI. "Im ersten Schritt wird die natürliche Fluktuation für die Erreichung dieses Ziels genutzt, indem Stellen nicht nachbesetzt oder Aufgaben zusammengelegt werden, wo dies sinnvoll ist." Zusätzlich soll ein Freiwilligen-Programm Anreize schaffen, einen beruflichen Wechsel in Erwägung zu ziehen.

Ltur wurde 1987 von Karlheinz Kögel in Baden-Baden gegründet und ist heute Marktführer für Last-Minute-Reisen in Europa. Seit Dezember 2016 ist Ltur eine 100-Prozent-Tochter der TUI. 2017 setzte Ltur 415 Millionen Euro um.

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