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2. Juni 2026 | 15:59 Uhr
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Verbände fordern wöchentliche Höchstarbeitszeit

Ein breites Bündnis aus 14 Wirtschaftsverbänden, darunter der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Dehoga, fordert die Einführung einer wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit. Ziel ist es, mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte zu erreichen. Das Arbeitsministerium will noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen.

Arbeit Arbeitszeit Kalender Foto iStock SpicyTruffel

Die Verbände fordern eine flexiblere Arbeitszeit

Ein Zusammenschluss von 14 Wirtschafts- und Branchenverbänden unterstützt die Kampagne "Wochenarbeitszeit jetzt". Die Initiative fordert eine Modernisierung des Arbeitszeitrechts auf Basis der europäischen Vorgaben. Im Zentrum steht der Wunsch nach mehr Gestaltungsspielraum für Betriebe und Beschäftigte.

Gesetzesentwurf soll im Sommer kommen

Die Verbände verweisen auf die wirtschaftliche Lage: kaum Wachstum, steigende Kosten und hohe bürokratische Belastungen. Eine Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit könne helfen, Produktivität und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Regelung ist bereits im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankert. Nach Informationen der Verbände plant das Bundesarbeitsministerium einen Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause.

Es geht nicht um mehr Arbeit, sondern um eine bessere Verteilung von Arbeit

Arbeitgeber und Arbeitnehmer betonen, dass es nicht um mehr Arbeitsstunden gehe, sondern um mehr Freiheit bei deren Verteilung. Auftragsspitzen, Krisensituationen und die Vereinbarkeit von Familie, Ehrenamt, Pflege und Beruf stehen dabei im Vordergrund.

Besonders mittelständische Branchen wie Hotellerie, Gastronomie, Reisebüros, Veranstalter sowie die Live‑Kultur und Messewirtschaft sehen in der Wochenarbeitszeit eine Chance. Sie versprechen sich eine bessere Anpassung an schwankende Nachfrage und unregelmäßige Betriebsabläufe.

Weitere Partner sind willkommen

Das Bündnis lädt weitere Partner ein, die Reform zu unterstützen. Ziel ist es, die europäischen Spielräume zu nutzen und gleichzeitig den Bedürfnissen vieler Beschäftigter entgegenzukommen. Die Verbände sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und flexible Arbeitsmodelle rechtssicher zu gestalten.

Folgende Verbände sind bisher dem Bündnis beigetreten:

  • ASR Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V.
  • AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft
  • BDKV Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft e.V.
  • Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD)
  • Bundesverband der Deutschen Incoming-Unternehmen e.V.
  • Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. | BTW
  • Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe e.V. (BDT)
  • Deutscher Caravaning Handels-Verband e.V.
  • Deutscher Hotellerie- und Gastronomieverband e.V. (Dehoga Bundesverband)
  • DRV Deutscher Reiseverband e.V.
  • EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.
  • Hotelverband Deutschland (IHA) e.V.
  • Live Musik Kommission e.V. (Livekomm)
  • Verband Deutsches Reisemanagement e.V. | VDR
  • VDVO – Verband der Veranstaltungsorganisatoren e.V.
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