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29. Mai 2026 | 16:45 Uhr
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Weltweiter Luftverkehr im April rückläufig

Der April hat der weltweiten Luftfahrt einen Rückschlag gebracht. Die Nachfrage, gemessen in verkauften Passagierkilometern, sank laut dem Luftfahrtverband Iata im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Das Sitzplatzangebot ging um 2,9 Prozent zurück.

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Der Iran-Krieg hat Angebot und Nachfrage in der Luftfahrt gedämpft, die Effekte waren vor allem regionaler Art

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Ausschlaggebend war laut Iata der Einbruch im Nahen Osten. Dort sank die Nachfrage bei den Fluggesellschaften um 46,6 Prozent, das Angebot wurde um 37,2 Prozent reduziert. Die Auslastung fiel um 12,5 Prozentpunkte auf 70,6 Prozent. Ohne den Nahen Osten hätte die weltweite Nachfrage indes um 1,2 Prozent zugelegt.

Noch deutlicher zeigt sich der Effekt im internationalen Verkehr. Dort sank die Nachfrage insgesamt um 5,3 Prozent, das Angebot um 5,1 Prozent. Ohne Nahost hätte der internationale Markt um 1,9 Prozent zugelegt. Die Auslastung lag weltweit bei internationalen Flügen bei 83,9 Prozent.

Für die kommenden Monate sieht Iata-Generaldirektor Willie Walsh ein volatiles Umfeld. Die Kerosinkosten hätten sich im April mehr als verdoppelt und trieben die Flugpreise nach oben. Flugplandaten deuteten zudem auf ein verringertes Angebot hin. Airlines reagierten damit auf hohe Treibstoffkosten und schwächere Nachfrage.

Europa bleibt leicht im Plus

Europäische Airlines verzeichneten im internationalen Verkehr ein Nachfrageplus von 0,9 Prozent. Das Angebot stieg um 0,3 Prozent, die Auslastung erreichte 84,9 Prozent. Der Direktverkehr zwischen Europa und Asien legte um 15,3 Prozent zu, weil er Verbindungen ersetzte, die zuvor über den Nahen Osten liefen.

Asien-Pazifik kam auf ein Nachfrageplus von drei Prozent. Die Kapazität wuchs um 0,7 Prozent, die Auslastung stieg auf 87,5 Prozent. Das war laut Iata ein Höchstwert für den Monat April. Auf der Strecke zwischen Japan und China verlangsamte sich der Verkehr wegen politischer Spannungen deutlich.

Lateinamerika und die Karibik meldeten mit 8,9 Prozent das stärkste internationale Wachstum. Afrikanische Airlines steigerten die Nachfrage um 2,2 Prozent. Nordamerika blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert, während das Angebot dort um 1,1 Prozent sank.

Inlandsverkehr stagniert

Der Inlandsverkehr blieb im April weltweit auf Vorjahresniveau. Wachstum in Brasilien, China und Japan glich Rückgänge in Australien, Indien und den USA aus. Die Kapazität im Inlandsgeschäft stieg um 0,8 Prozent, die Auslastung sank um 0,7 Prozentpunkte auf 81,9 Prozent.

China legte im Inlandsverkehr um 1,2 Prozent zu, Brasilien um 2,6 Prozent und Japan um 3,7 Prozent. In Indien sank die Nachfrage dagegen um 2,9 Prozent, in den USA um 0,6 Prozent und in Australien um 0,4 Prozent.

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