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22. Juni 2022 | 13:24 Uhr
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Wie die Bahn ihr marodes Streckennetz fit machen will

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (rechts) und Bahn-Chef Richard Lutz (links) haben am Mittwoch Pläne für ein neues Hochleistungsnetz vorgestellt. Hoch belastete Strecken sollen ab 2024 einer Generalsanierung unterzogen werden. Das bedeutet in den nächsten Jahren noch mehr Baustellen in den am stärksten frequentierten Abschnitten.

Lutz Wissing

Richard Lutz und Volker Wissing wollen die Bahn-Infrastruktur generalsanieren

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Das geplante Hochleistungsnetz solle die am höchsten belasteten Schienenverbindungen in Deutschland umfassen, kündigten Wissing und Lutz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz an. Diese erstreckten sich heute über rund zehn Prozent des Gesamtnetzes. Rund 25 Prozent aller Züge seien dort unterwegs. Zusätzlich verzeichneten diese Abschnitte heute bereits ohne Bautätigkeiten eine durchschnittliche Auslastung von rund 125 Prozent. Die aktuelle Länge dieses hoch belasteten Netzes beziffert die Bahn derzeit auf rund 3.500 Kilometer. Die Bahn prognostiziert allerdings, dass die Summe dieser Streckenabschnitte bis 2030 auf über 9.000 Kilometer bis zum Ende dieses Jahrzehnts anwachsen.

Baumaßnahmen sollen besser koordiniert werden

Bei der geplanten Generalsanierung will die Bahn nach eigenem Bekunden künftig drei neue Kriterien berücksichtigen. So sollen alle geplanten Baumaßnahmen "radikal gebündelt" werden, um Streckenabschnitte anschließend über mehrere Jahre frei von Baustellen zu halten. Zudem sollen zweitens bei Bauarbeiten künftig nicht nur bestehende Mängel beseitigt, sondern auch Zusatzmaßnahmen vorgenommen werden. Die Hochleistungskorridore sollen so einen "erstklassigen Ausstattungsstandard" erhalten, heißt es. Bei der Bauplanung soll zudem mehr auf „kundenfreundliches Bauen“ gesetzt werden. Zu diesem Zweck will die Bahn "hochverdichtete und kapazitätsschonende Bauverfahren" einsetzen.

Stark frequentierte Strecken sollen "Stabilitätsanker" werden

Über die Generalsanierung der wichtigsten Schienenkorridore soll sich nun das hoch belastete Netz bis 2030 zu einem "Stabilitätsanker für die gesamte Schiene" entwickeln, kündigen Lutz und Wissing an. Störungen würden auf diesen Strecken stark reduziert und die Infrastruktur deutlich robuster. Außerdem schafften neue Kapazitäten nach den Arbeiten zusätzlichen Platz für mehr Verkehr auf der Schiene.

Die Generalsanierung des ersten Schienenkorridors soll im Jahr 2024 starten. Um die Betriebslage bis zum Start der Generalsanierung bereits unmittelbar zu stabilisieren und zu verbessern, sollen "jene Elemente des Hochleistungsnetzes vorgezogen" werden, die bereits kurzfristig umgesetzt werden können. Die DB erhöhe das jährliche präventive Instandhaltungsbudget um einen deutlichen dreistelligen Millionenbetrag, kündigt der Bahn-Chef an. Damit würden vor allem kleinere Störungen besser vermieden. Mit einer frühen und umfassenden Kommunikation werde die Bahn für „mehr Planbarkeit“ sorgen, verspricht das Unternehmen.

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