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29. November 2022 | 15:42 Uhr
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"Zukunft der Pauschalreisen steht auf dem Spiel"

Reiseveranstalter sind laut dem europäischen Verband ECTAA besorgt über die Pläne der Europäischen Kommission zur Pauschalreiserichtlinie. So kritisieren sie, dass Veranstaltern eine Grenze für Vorauszahlungen auferlegt werden solle, Airlines hingegen nicht.

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Die EU-Kommission überarbeitet die Pauschalreiserichtlinie - Touristiker sind besorgt

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Bei der Europäischen Kommission laufen derzeit Beratungen, um die Pauschalreiserichtlinie zu überarbeiten und die Rechte der Reisenden zu verbessern. Die in Betracht gezogenen Optionen ließen jedoch "kaum eine Angleichung zwischen den Maßnahmen für Reiseveranstalter und denjenigen für Fluggesellschaften erkennen", kritisiert der Verband.

 EU-Kommissar Didier Reynders, in dessen Ressort auch der Verbraucherschutz fällt, habe bei der Überarbeitung der Pauschalreiserichtlinie eindeutig die Absicht geäußert, Vorauszahlungen an Reiseveranstalter zu begrenzen. Bei der Überprüfung der Fluggastrechte, die in die Zuständigkeit von EU-Kommissar Adina Valean fällt, bestehe hingegen "offensichtlich kein Interesse an einer Begrenzung der Vorauszahlungen für Fluggesellschaften", so der Verband. Dies zeuge von einem "offensichtlichen Mangel an Verständnis für die Funktionsweise der Reisebranche". Die Reiseveranstalter verfügten schließlich nicht über das Geld der Kunden; sie müssten vielmehr ihre Lieferanten, insbesondere die Fluggesellschaften, bezahlen, die in den meisten Fällen eine Vorauszahlung in voller Höhe verlangten.

Unterschiedliche Regeln auch beim Insolvenzschutz 

Während die Kommission zudem erwäge, den Insolvenzschutz für Pauschalreiseveranstalter weiter zu regeln, würden keine konkreten Optionen für eine wirksame Regelung des Insolvenzschutzes für Fluggesellschaften geprüft, obwohl der Europäische Rechnungshof im Juni 2021 empfohlen habe, den durch die Pauschalreiserichtlinie gebotenen Insolvenzschutz, einschließlich der Rückführungskosten, auf Fluggesellschaften auszuweiten, kritisiert ECTAA weiter.

Präsident Frank Oostdam befürchtet, die Begrenzung der Vorauszahlungen und die Einführung eines Insolvenzschutzes für nur einen Teil der Wertschöpfungskette zum Nachteil der Reiseveranstalter, bei denen es sich zumeist um KMU handele, werde diese aus dem Markt drängen. Dadurch werde den Verbrauchern ein wesentliches Reiseprodukt vorenthalten, da Pauschalreisen ein hohes Maß an Schutz böten. "Wir fordern die Kommissare Reynders und Valean auf, die Maßnahmen auf die gesamte Wertschöpfungskette der Reisebranche abzustimmen, wenn sie den Schutz der Verbraucher wirklich verbessern wollen", so Oostdam. 

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