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21. April 2026 | 16:52 Uhr
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Acht neue Mitglieder im Verband Internet Reisevertrieb

Der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) wächst um weitere Start-ups aus dem Bereich digitale Touristik, auf mittlerweile über 90 Mitglieder. Neu dabei sind Banaki, Opinstar, Onsai, Speech AI, Travel Token Marketplace, Uhob, Vivido Travel und Travee.

Start-up

Der VIR gibt Start-ups aus dem Bereich digitale Touristik eine Plattform

VIR-Vorstand Michael Buller nennt Start-ups einen wichtigen Treiber für Innovationskraft und Zukunft der Branche. Zugleich kritisiert er, dass die Touristik noch immer zu wenig für ein belastbares Start-up-Ökosystem mit verlässlichen Finanzierungs- und Wachstumsbedingungen tue. Umso wichtiger sei es, das Engagement in dem Bereich auszubauen und jungen Unternehmen gezielt mehr Sichtbarkeit und Unterstützung zu geben.

Vom Naturtourismus bis zur KI im Hotel

Die neuen Mitglieder decken laut VIR ein breites Spektrum ab. Banaki arbeitet an einer europaweiten Plattform für Naturtourismus, die Camping-, Glamping- und Outdoor-Angebote bündelt, standardisiert und direkt buchbar machen soll. Geschäftsführer Morris Mehnert bezeichnet den VIR als zentrales Netzwerk, um faire Wettbewerbsbedingungen zu stärken und Innovationen voranzutreiben.

Opinstar setzt auf digitales Marketing und Bewertungsmanagement. Die Plattform soll mehr echte Bewertungen generieren, diese automatisch im Markenton beantworten und in Signale für Google, KI-Suchen und soziale Plattformen übersetzen. Gründer Rafael Bettio sagt, wer in der Reisebranche unsichtbar sei, verliere Buchungen an Wettbewerber, die das System besser verstünden.

Onsai bringt künstliche Intelligenz in den Hotelalltag. Das Start-up automatisiert unter anderem Anrufe und Reservierungen in Echtzeit und soll Teams entlasten. Ziel sind effizientere Abläufe und eine bessere Guest Experience. Einen ähnlichen Weg geht Speech Ai mit Voice Agents, die Telefonate automatisieren, Leads qualifizieren und Prozesse dokumentieren. Gründer Niclas Rauchfuß hebt den Austausch mit erfahrenen Marktteilnehmern als wichtigen Grund für den Beitritt hervor.

Neue Vertriebswege und andere Buchungserlebnisse

Der Travel Token Marketplace entwickelt klassische Reisegutscheine (in Papierform) weiter, digitalisiert sie zu sogenannten Token und macht sie so "jederzeit mobil verfügbar". CEO Thomas Dillon will den Austausch im VIR nutzen, um neue Vertriebs- und Kundenbindungsmodelle mitzugestalten.

Uhob arbeitet an einem Kurzvideo-Format für Buchungsplattformen, das die Hotelsuche auf mobilen Endgeräten verändern soll. Co-Gründer Leo Dammer sieht im Verband ein wichtiges Netzwerk, um Innovation und Qualität in digitalen Buchungsprozessen voranzubringen.

Vivido Travel positioniert sich als One-Stop-Shop für individuell planbare Multi-Stop-Reisen und kombiniert Flüge, Hotels und Erlebnisse auf einer Plattform. Travee entwickelt einen KI-Reisebegleiter, der von der Planung bis zur Reise vor Ort unterstützt, etwa bei Recherche, Audio-Guides und Navigation.

VIR setzt den Fokus auf junge Unternehmen

Für den Verband ist der Ausbau des Netzwerks laut Vorstand Buller auch ein Signal nach innen und außen. Er verweist darauf, dass die TIC & VIR Travel Start-up Nights in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Das Format solle jungen Unternehmen eine Bühne für ihre Ideen und Innovationen bieten. Dass sich nun wieder mehrere Start-ups dem Netzwerk anschließen, wertet der Verband als Zeichen dafür, dass der Bedarf an Austausch, Sichtbarkeit und Vernetzung in der digitalen Touristik weiter hoch ist. Die "mehr als 90 Mitgliedsunternehmen zählen zu den führenden Akteuren des digitalen Reisevertriebs – darunter etablierte Online-Reiseportale, Reiseveranstalter, Technologieanbieter und innovative Start-ups", heißt es vom VIR.

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