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11. September 2020 | 16:22 Uhr
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Fliegen für die Streuobstwiesen

Nichts geringeres als "klimapositives Fliegen" hat sich die neue deutsche Fluggesellschaft Green Airlines vorgenommen, indem sie ihren CO2-Ausstoß nach eigenen Angaben "überkompensiert". Neuer Partner in dem Spiel ist der Verein Äpfel und Konsorten – Streuobstwiesen und -äcker e.V., der in Brandenburg Streuobstwiesen pachtet sowie Bäume pflanzt und pflegt. Er erhält einen Teil des Ticketpreises, dessen Höhe die Pressemitteilung des Unternehmens allerdings offen lässt.

Äpfel Streuobstwiesen

Die Brandenburger Initiative, die Green Airlines mitfinanzieren will, hat sich zum Ziel gesetzt, Streuobstwiesen in Berlin und Brandenburg zu schützen und die regional typische Obstsortenvielfalt zu fördern. Aus den Früchten produziert die Firma Ostmost naturbelassene Säfte und Schorlen, die wiederum an Bord ausgeschenkt werden.

Green Airlines wurde erst in diesem Jahr gegründet und hat sich nach eigener Aussage zum Ziel gesetzt, "den Flugverkehr in Deutschland und Europa nachhaltiger und grüner zu gestalten". Sie setze dabei auf CO2-Kompensation, Vermeidung von Plastikabfall, Einsatz von Bio-Kerosin und Zusammenarbeit mit regionalen Cateringanbietern sowie schlanke Unternehmensprozesse durch den Einsatz der Digitalisierung, heißt es.

Von der Basis Karlsruhe/Baden-Baden aus will Green Airlines von November an Flüge nach Berlin anbieten.

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