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10. Mai 2021 | 16:35 Uhr
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Nordsee startet Pilotprojekt zur Lenkung der Besucherströme

Die Daten von Kameras, Lichtschranken und Drehkreuzen werden in Wilhelmshaven, Cuxhaven und Co. gesammelt und an Online-Kanäle ausgespielt, auf denen Gäste sich über Besucherströme informieren können. So soll die Ballung von Menschen an beliebten Orten vermieden werden, heißt es vom Initiator des Projekts, den Tourismuswerbern der Nordsee GmbH.

Wangerland Touristik GmbH Foto Stöver

Auch die Gemeinde Wangerland in Friesland nimmt am Nordsee-Pilotprojekt zur digitalen Lenkung der Besucherströme teil.

Unter anderem werden an hochfrequentierten Stränden, Schwimmbädern und Thermen Bewegungsdaten festgehalten, jedoch nur quantitativ und nicht personalisiert. Man wolle damit sicheren Tourismus ermöglichen und der pandemischen Entwicklung vorbeugen, heißt es von der Nordsee GmbH, die ein Zusammenschluss von Marketingorganisationen aus Niedersachsens Nordseeregionen ist. Auch sollen mit Vorschlägen unbekanntere Ziele in den Fokus gerückt werden.

Leicht verständliches Ampelsystem

Informationen zur Auslastung der Orte können die Gäste dann mobil über verschiedene Online-Kanäle, wie den eigenen Webseiten der Destinationen, abrufen. Ergänzend dazu werden digitale Informationsstelen (Monitore) vor Ort aufgestellt. Ein Ampelsystem signalisiert den Gästen, wie ausgelastet die Strände und andere touristische Ziele sind. Ist es an einem Ort zu voll, werden den Interessenten automatisch Alternativen angezeigt.

"Die Besucherlenkung wird uns dabei helfen, touristische Hotspots zu entzerren, eine gleichmäßige Verteilung des Gästeaufkommens sicherzustellen und alternative Angebote, wie unentdeckte Ausflugsziele und reizvolle Landschaften abseits der Küste im Hinterland zu ermöglichen", erklärt Sonja Janßen, Geschäftsführerin der Nordsee GmbH. Im Rahmen der Maßnahmen zur digitalen Besucherlenkung werde parallel der Bereich der digitalen Gästekarte weiter vorangetrieben.