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11. September 2019 | 07:00 Uhr
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Wann und wo auf der Welt Wirbelstürme drohen

Hurrikan "Dorian" hat auf den Bahamas eine Spur der Verwüstung hinterlassen und auch in Kanada schwere Schäden angerichtet. In China fegte Taifun "Lekima" durch den Osten und „Lingling“ zog über Korea hinweg. Das Krisenwarnsystem A3M Global Monitoring gibt einen Überblick.

Wirbelstürme 10.9.2018 bis 10.9.2019

Wirbelstürme 10.9.2018 bis 10.9.2019 

Wirbelstürme suchen alljährlich zahlreiche Regionen der Welt heim. Experten gehen davon aus, dass die Zahl solcher Stürme, aber auch ihre Schwere angesichts der globalen Klimaerwärmung insgesamt zunimmt. A3M hat die tropischen Wirbelstürme der vergangenen zwölf Monate analysiert.

Von Juni bis November erstreckt sich die Hurrikan-Saison in der Karibik, wie aktuell an Sturm "Dorian" zu sehen ist, der auf den Bahamas schwere Schäden anrichtete. Staaten wie Kuba, Puerto Rico oder die Dominikanische Republik müssen zu dieser Zeit ebenfalls mit Hurrikans rechnen. Mexiko kann sowohl an der Atlantik- sowie an der Pazifikküste von Wirbelstürmen getroffen werden. Die pazifische Hurrikansaison reicht dabei etwa von Mitte Mai bis Ende November. Kalifornien bleibt meistens von Hurrikans verschont. Anders sieht es auf den Inseln Hawaiis aus: Dort können von Anfang Juni bis Ende November tropische Wirbelstürme an Land treffen, die sich im Zentrum des Pazifiks aufgebaut haben.

Auf der Südhalbkugel treten Zyklone laut A3M meist in den dortigen Sommermonaten auf. So waren von den Folgen des Zyklons "Idai" im März 2019 vor allem Menschen in Mosambik und Simbabwe betroffen. Im April 2019 traf mit "Kenneth" ein weiterer Wirbelsturm Teile von Mosambik. Auch beliebte Reiseziele wie Mauritius, Seychellen oder La Réunion können von etwa Mitte November bis April von Wirbelstürmen beeinträchtigt werden. In Australien werden die meisten Zyklone ebenfalls zwischen November und April verzeichnet.

Asiatische Länder wie Indien und Japan waren in den vergangenen zwölf Monaten hauptsächlich im Sommer und Herbst von schweren Wirbelstürmen betroffen. Auf dem indischen Subkontinent und Sri Lanka können Zyklone ganzjährig auftreten, die Wahrscheinlichkeit steigt allerdings im Sommer an. So traf Zyklon "Titli" Indien beispielsweise im Oktober 2018. In asiatischen Ländern wie China, den Philippinen oder Taiwan müssen die Menschen vor allem zwischen Juli und Dezember mit Taifunen rechnen. Taifun "Trami" fegte zum Beispiel im September 2018 über Japan. Erst vor wenigen Tagen ist der Taifun "Lingling" über Nord- und Südkorea gezogen, hat sich aber inzwischen aufgelöst.