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4. Mai 2021 | 07:00 Uhr
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Auch VUSR wirft Hut für Sicherungsfonds in den Ring

Der Reisebüroverband hat beim Bundesjustizministerium beantragt, den geplanten Reisesicherungsfonds zu betreiben. Damit begibt er sich in Konkurrenz den vier anderen touristischen Verbänden, die ihr Interesse an der Führung des Fonds angemeldet hatten.

Baustelle

Der VUSR will beim Reisesicherungsfonds mitmischen

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Dass die Frage um die Gesellschafter des geplanten Reisesicherungsfonds zur Absicherung von Kundengeldern nicht konfliktlos über die Bühne gehen würde, hatte sich bereits angedeutet. Denn als DRV, ASR, der Bustouristik-Verband RDA und der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) ihr Interesse anmeldeten, als Gründungsgesellschafter des Fonds zu fungieren, ließen sie den Reisebüroverband VUSR außen vor. 

Der VUSR sei schließlich ein Verband des stationären Vertriebs und keiner der Veranstalter, hieß es inoffiziell zur Begründung. Zudem hatte Verbandschefin Marija Linnhoff im Vorfeld bereits klargemacht, dass sie keineswegs gewillt sei, die Zugangsvoraussetzungen und Konditionen für die Beteiligung an dem Fonds für die Veranstalter möglichst großzügig zu gestalten.

Konkurrenz zum Verbände-Konsortium

Nun also kommt es zum Konkurrenzkampf um die Vorherrschaft bei der Kundengeldabsicherung, wie das Fachportal "FVW" meldet. Um das nötige Stammkapital aufzubringen und eine breitere Unterstützung zu erreichen, werde der VUSR von sieben Partnern aus der Branche unterstützt, heißt es weiter. Deren Identität wolle Linnhoff vorerst nicht preisgeben.

Anders als die vier Verbände, die sich bislang gemeinsam für die Betreibung des Fonds beworben haben, dürfte sich der VUSR vor allem als Aufsichtsinstanz verstehen.. Zwar vertritt er auch die Interessen von Reisebüros, die eine eigene Veranstaltertätigkeit ausüben, doch sein Schwerpunkt liegt im Vertrieb.

Dass eine Integration des neuen Players in die bestehende Phalanx der Bewerber vorstellbar ist, erscheint angesichts der massiven Konflikte unter den handelnden Akteuren eher unwahrscheinlich.

Christian Schmicke

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