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8. September 2020 | 13:03 Uhr
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Lufthansa und Easyjet vor noch härterem Schrumpfkurs

Mehr als 40 Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität werden bis zum Jahresende bei Lufthansa und dem Low-Cost-Carrier Easyjet nicht drin sein. Für Lufthansa könnte das einen noch stärkeren Flotten- und Jobabbau bedeuten.

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„Wir waren anfangs zu zuversichtlich, dass die Folgen der Pandemie schneller überwunden werden könnten“, zitiert das "Handelsblatt“ einen Lufthansa-Aufsichtsrat. Doch die pauschale Reisewarnung für mehr als 160 Länder, Reisewarnungen für wichtige Urlaubsziele wie Spanien und Kroatien sowie Grenzschließungen wie zuletzt in Ungarn lassen die Pläne zu Makulatur werden. Und auch im Geschäftsreiseverkehr ist kein land in Sicht. Es sei "durchaus möglich, dass die Flotte um mehr als 100 Flugzeuge schrumpfen wird“, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise. Deshalb könnte letztlich auch der Jobabbau größer ausfallen als angekündigt.

Zudem muss der Konzern nach neuen Geldgebern suchen, denn die in der Krise in Anspruch genommene Staatshilfe soll so rasch wie möglich abgelöst werden, denn Lufthansa verbrennt immer noch rund 500 Millionen Euro im Monat. Selbst das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket des Bundes erscheint da endlich ist also endlich. Erneute Staatshilfen wolle die Lufthansa-Gruppe aber unbedingt vermeiden, schreibt das "Handelsblatt".

Dem Konkurrenten Easyjet setzen vor allem die Eskapaden der britischen Regierung schwer zu. So zählt Spanien bei den Briten schon länger zu den Urlaubsländern, aus denen Rückkehrer in Quarantäne müssen. Am Montag entschied die Regierung in London, dass auch Rückkehrern von sieben griechischen Inseln nach ihrer Ankunft 14 Tage Quarantäne auferlegt werden. Deshalb gehe Easyjet davon aus, dass die  Airline im vierten Quartal "etwas weniger“ als die geplanten 40 Prozent des eigentlichen Angebots fliegen werde, heißt es in einer Mitteilung. Weitergehende Prognosen könne man nach wie vor nicht abgeben.

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