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4. Juli 2022 | 14:11 Uhr
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Ministerium droht mit Überprüfung der Vorkasse bei Flügen

Neben Verbraucherschützern, die seit längerem die Abschaffung der Vorkasse bei Flügen fordern, stellt nun auch das Bundesministerium für Verbraucherschutz die Regel infrage, nach der Buchung gleich den gesamten Preis zu kassieren. Die Airlines müssten bei Ausfällen und Verspätungen Kundengelder schnell zurückerstatten, so das Haus von Ministerin Steffi Lemke.

Flugausfall Annulierung Cancelled Fluganzeige Foto iStock Mimadeo

Binnen sieben Tagen müssen Airlines Kundengelder nach Flugausfällen zurückzahlen

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Wenn die Airlines ihrer gesetzlichen Pflicht zur Rückerstattung innerhalb von sieben Tagen nicht proaktiv nachkämen, müsse die jetzige Praxis auf den Prüfstand gestellt werden, zitiert die Welt am Sonntag eine Sprecherin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Normalerweise müssten Verbraucher eine Leistung erst bezahlen, wenn sie auch erbracht wurde. Bei Flügen hätten jedoch sie den Ärger, sich um die Rückerstattung kümmern zu müssen, wenn der Flug ausfällt. Deshalb es sei zentral, dass die Unternehmen ihrer gesetzlichen Pflicht zur Rückerstattung binnen sieben Tagen unaufgefordert nachkämen.

Verbraucherschützer fordern schon länger eine Abschaffung der Vorkassepraxis. Dass Flüge in der Regel vorab bezahlt werden müssten, könne für Kunden ein erhebliches finanzielles Risiko bedeuten, sagt VZBV-Mobilitätsexpertin Marion Jungbluth. Während der Corona-Krise hätten die Fluggesellschaften enorm an Vertrauen eingebüßt, weil sie "die berechtigten Rückzahlungen an Kunden gesetzeswidrig verweigert und verzögert" hätten. Nun müsse die Luftfahrtbranche "Vertrauen zurückgewinnen und verbraucherfreundlicher werden".

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