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9. Februar 2026 | 13:39 Uhr
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So will TUI im Budget-Segment wachsen

TUI richtet den Blick stärker auf das Budgetsegment. Konzernchef Sebastian Ebel (Foto) kündigt an, dass der Konzern künftig auch im Budget-Segment wachsen will. In diesem Markt liegt der Marktanteil von TUI bislang bei zehn bis 15 Prozent.

Ebel Sebastian

TUI-Chef Sebastian Ebel will den Konzern mit dynamisch paketierten, günstigen Urlaubsreisen wachsen sehen

TUI ist im hochwertigen Urlaubssegment stark positioniert. Marken wie Robinson, Riu oder die Kreuzfahrtmarke Mein Schiff stehen für Reisen mit gehobenem Anspruch. In etablierten Märkten wie Deutschland stoße dieses Modell jedoch an Grenzen, sagte TUI-Chef Sebastian Ebel dem Handelsblatt. Wachstum sei hierzulande vor allem in Segmenten möglich, in denen TUI bislang niedrige Marktanteile habe. Dazu zähle das Geschäft mit preisgünstigen Urlaubsreisen.

Marken und Technik für das Budgetsegment

In Deutschland verfügt TUI mit L‘Tur bereits über eine etablierte Marke im unteren Preissegment. Hinzu kommt First Choice aus Großbritannien. Deren Erfahrung und Technologie will der Konzern nutzen, um neue Kundengruppen anzusprechen. Eine Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung stehe noch aus, die Richtung sei jedoch klar. Bis 20218 war TUI mit der Marke 1-2-Fly in dem Segment aktiv. Diese wurde dann eingestellt und die entsprechenden Produkte der Kernmarke TUI zugeordnet.

Ebel betonte bei der Vorstellung der Quartalszahlen der TUI Group am Dienstag, dass er ein großer Fan der Marke 1-2-Fly gewesen sei. Der Konzern benötige aber eine Budgetmarke, die weltweit funktioniere. Daher werde der Brand, der "in naher Zukunft" eingeführt werden solle, nicht 1-2-Fly heißen.

Fokus auf dynamischer Paketierung

Der TUI-Chef betont, dass Wachstum im Budgetmarkt nicht zulasten der Marge gehen solle. Man werde sich nicht über aggressive Preiskämpfe positionieren. Im Zentrum der Strategie steht die dynamische Paketierung. Dieses Modell wächst bei TUI bereits stark. Der Konzern bindet in dieser Sparte zunehmend externe Player wie Ryanair ein. Ebel spricht von einem "globalen Marktplatz für kuratierte Reisen". Allerdings soll auch im günstigen Segment die klassische Produktion eine Rolle spielen, sofern TUI dabei Einkaufsvorteile ausspielen könne, erklärt er.

Christian Schmicke

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