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11. November 2020 | 07:00 Uhr
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VUSR setzt auf Verbesserungen bei Überbrückungshilfen

Bei einer Verlängerung der Hilfen bis Mitte nächsten Jahres sollte die Deckelung der maximalen Förderung auf 50.000 Euro pro Monat gelockert werden, so die Verbandsvrsitzende Marija Linnhoff. Insgesamt hätten die Hilfen ihren Mitgliedern aber schon bisher durchaus Luft verschafft, urteilt die VUSR-Chefin.

Überbrückungshilfen

Der VUSR fordert Anpassungen bei den Überbrückungshilfen

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Im Zuge der notwendigen Fortführung der Überbrückungshilfen im nächsten Jahr sollte die Deckelung auf 85.000 Euro pro Monat angehoben werden, sagt Linnhoff. Der VUSR sei dazu mit der Politik im Gespräch. Eine Initiative großer Reisebüros hatte kürzlich einen kompletten Wegfall der Deckelung gefordert. Im Durchschnitt hätten die Branchen-Schwergewichte trotz der Fördermittel eine monatliche Unterdeckung von 96.000 Euro, sagte LCC-Chef Markus Orth auf der Basis von Daten des Dienstleisters TAA.

Dass Linnhoff in diesem Punkt bescheidener daherkommt, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass der Kern ihrer Klientel aus kleineren und mittelständischen Büros besteht. Bei den meisten von ihnen dürfte eine Kappungsgrenze von 85.000 Euro im Monat durchaus genügen, um den Fortbestand zu sichern.

Umsatz- statt Provisionsausfall

Auch in einem weiteren Punkt wünscht sich Linnhoff vom Bundeswirtschaftsministerium Modifikationen. So heißt es unter Punkt 13 des Kapitels "Förderfähige Kosten“ im Eckpunkteprogramm: „Um der besonderen Betroffenheit der Reisebüros angemessen Rechnung zu tragen, sind auch Pro­visionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornie­rungen zurückgezahlt haben, den Fixkosten nach Nr. 1 bis 12 gleichgestellt.“

Linnhoff würde hier anstelle der Provisionen lieber den Begriff „Umsatzausfälle“ sehen. Schließlich seien auch entgangene Service-Entgelte aus Flugbuchungen und anderen Leistungen auf der Ausfallliste zu verbuchen. Zudem solle der Unternehmerlohn künftig nicht nur bei Einzelunternehmern angesetzt werden dürfen, wünscht sich Linnhoff. In Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg sei das schon der Fall.

Präsenztagung als Signal

Ende Oktober hielt der Reisebüroverband, der für sich beansprucht, inklusive der Sammelmitgliedschaften von Verbünden wie Best-Reisen, DTPS und Schmetterling rund 6.000 Reisebüros zu vertreten, aber auch 1.800 Reisebüros als direkte Mitglieder hat, seine Jahrestagung in Köln ab – als Präsenzveranstaltung mit rund 180 Teilnehmern. Linnhoff sagt, der VUSR-Vorstand habe das Präsenz-Format im Gegensatz zu anderen Organisationen bewusst gewählt, um zu beweisen, dass Reisen und Veranstaltungen bei strikter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln keine Gefahr darstellten.

„Wir werden mit dem Coronavirus leben müssen und als Reisebranche auf die Erkenntnis dringen, dass nicht das Reisen an sich das Problem ist, sondern das Verhalten der Menschen. Unter den Teilnehmern im Corona-Hotspot Köln habe sich übrigens niemand infiziert.

Christian Schmicke

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