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8. März 2021 | 13:28 Uhr
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Lufthansa und Bahn bauen Express-Rail-Netz aus

Das gemeinsame Angebot für den Zug zum Flug wird um fünf Städte erweitert. Ab Dezember sollen zudem extraschnelle Sprinter-Züge von München und Nürnberg zum Flughafen Frankfurt fahren und die Reisezeit verkürzen.

ICE Flughafen Frankfirt

Lufthansa und die Bahn arbeiten enger zusammen

Innerdeutsche Flüge gelten, zumal auf kurzen Strecken, schon lange als umweltpolitisches Ärgernis. Lufthansa beteuert seit Jahren, auf sehr kurze Strecken am liebsten verzichten zu wollen. Denn damit verdient die Airline kaum Geld. Ganz darauf verzichten wird Lufthansa darauf auf absehbare Zeit nicht – dafür sorgt allein schon die fehlende Anbindung des zweitgrößten Lufthansa-Hubs in München an das Fernverkehrsnetz der Bahn. Doch im Hinblick auf das größte Drehkreuz in Frankfurt ist Bewegung in die Sache gekommen.

Bereits heute bieten Bahn und Lufthansa täglich 134 Zubringerzüge aus 17 deutschen Städten an den Flughafen Frankfurt. Im zweiten Halbjahr 2021 kommen weitere fünf Städte hinzu. Von Juli an soll die Anreise zum Frankfurter Flughafen mit Lufthansa Express Rail von Hamburg und München möglich sein, ab Dezember dann auch von Berlin, Bremen und Münster.

Schnelle Sprinter-Verbindungen kommen zum Einsatz

Zudem nutzt Lufthansa neue Sprinter-Verbindungen der Bahn, die ab Dezember zum Einsatz kommen. Von und nach München und Nürnberg geht es zweimal am Tag in drei beziehungsweise zwei Stunden ohne weitere Zwischenhalte an den Flughafen Frankfurt – das entspricht einer Verkürzung der Fahrzeit um eine halbe Stunde.

Auch der Gepäcktransport wird einfacher; es durchzuchecken wie beim Flug, bleibt aber weiterhin unmöglich. Immerhin: Die Bahn setze „bevorzugt Züge der neuesten Generation mit großen Gepäckfächern ein“, heißt es. Sobald der Verkehr an den Flughäfen wieder zunehme, erhielten Lufthansa-Express-Rail-Kunden an der Sicherheitskontrolle Zugang zur Fastlane. Bei der Landung am Frankfurter Flughafen werden die Koffer von Express-Rail-Kunden nach Angaben der Airline priorisiert behandelt.

Von April an sind die Zubringerzüge ebenso lange buchbar wie der dazugehörige Anschlussflug. Bislang müssen die Züge wegen begrenzter Kontingente je nach Verbindung spätestens vier bis sieben Tage vor der Abreise gebucht werden.

Christian Schmicke